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Die Ausbildung zum Fliesenleger


Der Beruf des Fliesenlegers ? zudem auch die Fertigkeit des Plattenlegens und der Mosaikgestaltung gehören ? ist ein Handwerksberuf, den man in einer dreijährigen Ausbildungszeit erlernt und mit der Gesellenprüfung abschließt.

Es ist heute nicht mehr notwendig, einen Meistertitel zu haben, um einen eigenen Betrieb zu gründen. Allerdings sollte sich jeder Fliesenlegergeselle, der sich mit dem Gedanken an eine Selbständigkeit auseinandersetzt, bedenken, dass er auf der Meisterschule unter anderem auch die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse erwirbt, ohne die das wirtschaftliche Führen eines Betriebes kaum möglich ist.

Während der Ausbildung lernt der zukünftige Fliesenleger zunächst einmal die unterschiedlichen Verlegetechniken kennen. Wurden Fliesen früher überwiegend im Dickbettverfahren, also in einer dicken Mörtelschicht verlegt, greift das Handwerk heute eher auf dünnflächig aufzutragende Fliesenkleber zurück. Fliesenkleber gibt es in verschiedenen Ausführungen. Welches Material der Fliesenleger anwenden wird, entscheidet sich auch nach dem Untergrund, den er vorfindet. Insbesondere, wenn Holzböden vorhanden sind, ist ein flexibler Kleber auf Kunststoffbasis die richtige Wahl, um das Reißen der Fugen von vornherein zu vermeiden.

Jeder Fliesenleger erwirbt in seiner Ausbildung natürlich auch ein gewisses Maß an Kenntnissen in der Bauphysik. Er muss in der Lage sein, Planungsskizzen und Zeichnungen zu lesen und sollte natürlich über alle unterschiedlichen Möglichkeiten der Verlegung und Verankerung von Fliesen oder Platten informiert sein.