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Die unterschiedlichen Einsatzgebiete für einen Fliesenleger

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Bei Neubauten wird das Gewerk des Fliesenlegens in der Regel an Fachbetriebe übertragen. Fliesenarbeiten in einem Neubau sind in der Regel für einen ausgebildeten Fliesenleger überhaupt kein Problem.

Anders sieht es aus, wenn Renovierungsarbeiten in einem Altbau oder gar Restaurierungsarbeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude anstehen. Hier ist es ganz wichtig, dass der beauftrage Fliesenleger sich mit den örtlichen Gegebenheiten auseinandersetzt. Die Untergründe, die er zum Fliesen vorfindet sind hier ebenso wichtig wie die Auswahl des Materials. Legen Bauherren bei Renovierungsmaßnahmen häufig wert auf eine zweckmäßige und moderne Ausstattung, die sich dann oft auch in der Auswahl der Fliesen wieder findet, sieht es bei Restaurationsarbeiten ganz anders aus. Häufig finden sich in alten Bauernküchen Fliesemosaike an den Wänden, die restauriert werden sollen. Hier ist das Fachwissen eines Fliesenlegers von ganz besonderer Bedeutung. Ohne den ursprünglichen Charakter zu verändern sollte das Mosaik nach getaner Arbeit in neuem Glanz erstrahlen.

Auch bei den Bodenfliesen ist oft ein gewisses Traditionsbewusstsein gefragt. Soll zum Beispiel in einer Bauernstube ein verwitterter Holzdielenboden durch pflegeleichte Fliesen ersetzt werden, muss der Fliesenleger genau darauf achten, dass er den Charakter des Raumes nicht allzu sehr verändert. Hier ist also eine perfekte Materialkenntnis von unschätzbarem Wert. Außerdem sollte er eine exakte Farbkenntnis besitzen, um die gestalterischen Merkmale, die sich durch die Neuverfliesung ergeben, richtig bestimmen zu können.


Fliesenleger arbeiten oft auch beratend mit, wenn sich die Bauherren noch nicht sicher sind, welche Art von Fußboden- oder Wandgestaltung sie bevorzugen. Es ist unbedingt notwendig, dass der Fachmann hier die entsprechenden Kenntnisse im Bezug auf Schallschutz, Wärmeisolierung und Feuchtigkeitsabwehr besitzt. So sind zum Beispiel bei Räumen mit Fußbodenheizung andere Fliesen zu wählen als bei herkömmlich beheizten Räumen. Und natürlich spielt auch das Aussehen, zumindest für die Bauherren, eine wichtige Rolle. Er wird sich auch hier gern auf die Beratung und das Urteil eines Fachmannes verlassen. Hierzu benötigt der Fliesenleger dann auch ein Auge für Dekoratives und Praktisches. Das Berufsbild stellt also eine ganze Reihe von Anforderungen an den Fliesenleger, denen er gerecht werden sollte.

Im gewerblichen Bereich müssen Fliesenleger darüber hinaus auch die Fähigkeit haben zu entscheiden, ob ein Untergrund zum Beispiel chemischen Einflüssen ausgesetzt ist. Dann wären Fliesen oder Platten mit einer säurebeständigen Oberflächenversiegelung das richtige Material.

Bei der Ausstattung von Hotels zum Beispiel sind aber wieder ganz andere Fertigkeiten gefragt. Hier ist zum Beispiel bei der Materialauswahl darauf zu achten, dass es sich um rutschfeste Fliesen in den Nass- und Wellnessbereichen handelt. Auch das Ausfliesen von Duschen und Schwimmbädern fällt in den Bereich des Berufsbildes eines Fliesenlegers.


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